NIVO

Warum mechanisch?
Was rechtfertigt die Entwicklung eines neuen Verrieglungssystem


Bei der Entwicklung der neuen NIVO stand relativ schnell fest, dass wir bei der Verrieglungsmechanik nicht auf unser bewährtes mechanisches System der moveLOC zurückgreifen können.
Zugleich stand aber von Anfang an fest, dass das neue shutLOC System wieder rein mechanisch aufgebaut sein muss, um unseren Anforderungen an Gewicht und Funktion gerecht zu werden.

Ein Komplett neues System bedeutet jedoch einen immensen Entwicklungs- Testaufwand.
Wie schon bei der moveLOC Sattelstütze wollten wir, wie bei VECNUM üblich, auch mit der NIVO neue Lösungen umsetzen, welche wirklich deutliche Alleinstellungsmerkmale darstellen.
Umsetzbar wir dieser Vorsatz primär durch den Umstand, dass sich bei Vecnum die Entwicklung / Fertigung / Montage unter einem Dach im Allgäu stattfindet.

Vorteile eines mechanisches gegenüber hydraulischen Verriegelungssystems:
- Geringeres Gewicht ( kein Öl ; Verwendung von ovalen Teleskoprohren möglich)
- Zuverlässigkeit durch formschlüssige Verrieglung aus gehärtetem Stahl
- Sowohl stufenlos als auch mit Stufen ausführbar travelFIT / INDEXDED
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Nachteile eines mechanisches gegenüber hydraulischen Verriegelungssystems:
- Höhere Kosten in der Herstellung
* weniger Drehteile und mehr Frästeile
* One piece design
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Fertigung & Montage
im Haus

Der Aufbau der Fertigung & Montage im Haus war für Vecnum die größte Herausforderung bei der Weiterentwicklung der moveLOC. 
Uns war bewusst, dass dieser Schritt viel Zeit & Aufwand bedeutet. Nachdem die Produktion "Made by Vecnum" läuft sind wir jedoch überzeugt, genau den richtigen Weg gegangen zu sein. Durch das Zusammenrücken von Entwicklung und Produktion ergeben sich völlig neue Möglichkeiten bei der Produktentwicklung. Grundlage der Entscheidung zur eigenen Fertigung war maßgeblich der Umstand, dass die Mitarbeiter bereits intensive Erfahrung mit der Produktion von hochwertigen Teilen für Luft & Raumfahrt sowie Power-Generation  besitzen.


Sattelklemmung
Gewichtsoptimierung & 3D-CNC Design

Beide Teleskoprohre der moveLOC 2 Sattelstütze sind als einteilige 3D-Schmiedeteile aus Al 7075 ausgeführt. Dies ermöglicht leichte und zugleich stabile Bauteile. Nachteil dieser Konstruktion ist die komplizierte und teuere Fertigung. Durch die Produktion im eignen Haus konnten wir hier ein neues optimiertes Bearbeitungskonzept umsetzen. Ein 3D-CNC-Fräsprozess am Schmiederohling ermöglicht die Reduzierung von Material am Stützenkopf ohne dabei Stabilität zu verlieren. Dadurch reduzieren wir das Bauteilgewicht und erreichen zugleich ein ansprechendes Design. Diese aufwendige Fertigungsmethode in Verbindung mit einer ovalen Innenrohrkontur ist bei verstellabren Sattelstützen einzigartig.


NeueR Dichtring
bessere Funktion & langlebiger

Der neue Dichtring besitzt eine federvorgespannte Dichtlippe.  Für ein einfaches Nachschmieren der Dicht-Einheit kann der neue Abstreifring mit einem Reifenheber geöffnet werden. Dies ermöglicht einfachten Service wie schon von der bisherigen moveLOC bekannt.
Zusammenfassend: bessere Funktion | weniger Bauteile | einfaches Handling


Einbaumaße
KÜRZERE Sattelrohr Einstecktiefe

Durch die Überarbeitung des Aussenrohes im unteren Bereich konnte die Einstecktiefe um 8 mm reduziert werden (A). Der neue Stop-Ring für die modulare Gasfeder macht die moveLOC 2 zudem noch etwas leichter.
Zusammenfassung: weniger Gewicht | Standardteil | Einbaumasse optimiert


Verdreh-sicherung
Feder vorgespannte Führung

Minimales Spiel und Leichtgängigkeit war das Ziel bei der Überarbeitung der Führung. Die optimierte Verdrehsicherung besitzt eine Federvorspannung, wodurch dauerhaft wenig Seitenspiel gewährleistet wird.


ZUsammenfassung

Durch die Fertigung & Montage im eigenen Haus ergaben sich neue Möglichkeiten das bewährte, gut funktionierende und einzigartige Konstruktionsprinzip der moveLOC  im Detail zu überarbeiten.
Ziel dabei war geringeres Gewicht sowie nochmals erhöhte Zuverlässigkeit